Summer's End

Sommers Ende

Hermann Hesse (1877-1962)

Sommers Ende
Gleichtönig, leis und klagend rinnt Den lauen Abend lang der Regen, Hinweinend wie ein müdes Kind Der nahen Mitternacht entgegen. Der Sommer, seiner Feste müd, Hält seinen Kranz in welken Händen Und wirft ihn weg -- er ist verblüht -- Und neigt sich bang und will verenden. Auch unsre Liebe war ein Kranz Auflodernd heißer Sommerfeste, Nun löst sich sacht der letzte Tanz, Der Regen stürzt, es fliehn die Gäste. Und eh wir der verwelkten Pracht Und der erloschenen Glut uns schämen, Laß uns in dieser ernsten Nacht Von unsrer Liebe Abschied nehmen.
Summer's End
Dreary rain, complaining, mild Through the evening drear Whining like a weary child, Midnight drawing near. Summer wearies of his feasts, Drooping hand drops wilted wreath, Sadly bending, gladly ending. And our love, another wreath, Flared in heat of summer’s feasts: Last dance gently dissipates, Pouring rain and fleeing guests. Splendour’s blighted: quenched, the blaze: Unashamed that times were bright, Let us in this earnest night Leave our love and go our ways.

Translation: Copyright © Timothy Adès

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