The Silesian Weavers

Die schlesischen Weber

Heinrich Heine (1797-1856)

Die schlesischen Weber
Im düstern Auge keine Träne Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne: Deutschland, wir weben dein Leichentuch, Wir weben hinein den dreifachen Fluch - Wir weben, wir weben! Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir gebeten In Winterskälte und Hungersnöten; Wir haben vergebens gehofft und geharrt - Er hat uns geäfft, gefoppt und genarrt - Wir weben, wir weben! Ein Fluch dem König, dem König der Reichen, Den unser Elend nicht konnte erweichen Der den letzten Groschen von uns erpreßt Und uns wie Hunde erschießen läßt - Wir weben, wir weben! Ein Fluch dem falschen Vaterlande, Wo nur gedeihen Schmach und Schande, Wo jede Blume früh geknickt, Wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt - Wir weben, wir weben! Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht, Wir weben emsig Tag und Nacht - Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch, Wir weben hinein den dreifachen Fluch, Wir weben, wir weben!
The Silesian Weavers
There’s never a tear in the sorrowful eye, But gnashing of teeth where the weavers ply: Deutschland, we weave a shroud for your hearse, And we weave within it the threefold curse - We weave, we weave! A curse on the God to whom we prayed In winter’s cold and in hunger’s need: We gave him our hope and our trust in vain, He gulled us and fooled us and mocked us again - We weave, we weave! A curse on the King, the rich men’s king, Who could not be moved by our suffering, Who took our last penny and squeezed us dry, To be shot like dogs by the soldiery. We weave, we weave! A curse on our cheating Fatherland, Where only shame and dishonour stand, Where quickly broken is every bloom, Where blight and rottenness cheer the worm – We weave, we weave! The loom-frame groans and the shuttle’s in flight, We labour and weave by day and by night - Old Deutschland, we weave a shroud for your hearse, And we weave within it the threefold curse, We weave, we weave!

Translation: Copyright © Timothy Adès

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